{"id":73,"date":"2013-01-22T18:53:12","date_gmt":"2013-01-22T17:53:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.judo-center-ybbstal.at\/website\/?page_id=73"},"modified":"2013-12-17T09:09:41","modified_gmt":"2013-12-17T08:09:41","slug":"uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/?page_id=73","title":{"rendered":"Judo-Geschichte"},"content":{"rendered":"<h5><span style=\"color: inherit; line-height: 1.1;\">Die folgenden<\/span><span style=\"color: inherit; line-height: 1.1;\">\u00a0<\/span><b style=\"color: inherit; line-height: 1.1;\">zwei Prinzipien legte <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jigoro_Kano\" target=\"_blank\">Jigoro Kano<\/a> 1882<\/b><span style=\"color: inherit; line-height: 1.1;\">\u00a0dem modernen Judo zugrunde:<\/span><\/h5>\n<h4>Sei-Ryoko-Zen-Yo<\/h4>\n<p><i>&#8222;bestm\u00f6glicher (maximaler und effizienter) Einsatz von Geist und K\u00f6rper&#8220;<\/i><\/p>\n<h4>Ji-Ta-Kyo-Ei<\/h4>\n<p><i>&#8222;gegenseitiges Unterst\u00fctzen zum gemeinsamen Wohlergehen&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Judo setzt sich aus den Silben &#8218;ju&#8216; und &#8218;do&#8216; zusammen. W\u00e4hrend &#8218;ju&#8216; f\u00fcr Sanftheit wie auch Nachgeben steht, bedeutet &#8218;do&#8216; Weg oder auch Prinzip.\u00a0<b>Judo bedeutet<\/b>\u00a0also soviel wie sanfter Weg oder auch\u00a0<b>der Weg des Nachgebens, um letztlich den Sieg davonzutragen<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Zeitreise<\/strong><\/h4>\n<p>Entwickelt hat sich Judo aus dem viel \u00e4lteren Jiu-Jitsu, was rein gar nichts mit Ju Jutsu zu tun hat. Jiu-Jitsu hei\u00dft in etwa sanfte Kunst. Enthalten sind Techniken, die auf die Samurai im aristokratischen Japan des 4. bis 12. Jahrhunderts zur\u00fcckgehen. Dazu z\u00e4hlen W\u00fcrfe, Schlag- und Tritttechniken, aber auch W\u00fcrgen, Verdrehen von Gelenken, Stechen und Festhalten.<\/p>\n<p>Im feudalistischen Japan entwickelten sich insbesondere ab der Edo-Zeit (1603-1868) unterschiedliche Schulen und damit Stile. Mit der Restaurationszeit und der \u00d6ffnung nach Westen ab 1868 drohten die Kampfk\u00fcnste in Vergessenheit zu geraten. Kano, der bei den wichtigsten Jiu-Jitsu-Meistern seiner Zeit gelernt hatte, suchte das zugrundeliegende Prinzip all dieser Techniken, die er in den beiden oben genannten Gedanken manifestierte und 1882 zur Grundlage der Gokyo, den vierzig Grundw\u00fcrfen, machte. Als Hochschullehrer wollte er seine &#8218;faulen&#8216; Studenten wieder in Form bringen.<\/p>\n<p>Damit traf er (unabsichtlich) den Zeitgeist im wieder st\u00e4rker vom Kaiser beeinflu\u00dften Japan des aufkommenden Nationalismus. Dies f\u00fchrte nach dem Zweiten Weltkrieg auch zu einem Verbot von Judo. Die strenge, traditionelle Lehrer-Sch\u00fcler-Rolle bei Kano brachte Judo in den Verdacht einer paramilit\u00e4rischen Ausbildung. Kano legte Judo tats\u00e4chlich als umfassende Schulung f\u00fcr K\u00f6rper und Geist an. Neben dem Erhalt von Traditionen ging es ihm um Ruhe und Konzentration in einer schon damals immer hektischer werdenden Zeit.<br \/>\nDa Judo ab 1890 auf Anordnung des Kaisers Pflichtfach an japanischen Schule war und mit milit\u00e4rischem Drill gelehrt wurde, dauerte es nach dem Zweiten Weltkrieg einige Jahre bis Judo wieder als Sport erlaubt war. Auch in Deutschland war jeglicher Kampfsport auf Beschlu\u00df der Alliierten untersagt.<\/p>\n<p>1882 gr\u00fcndete Kano seine eigene Schule, das Kodokan (Haus zum Erlernen des Weges). Eng verkn\u00fcpft mit der buddistischen Religion startete Kano von dort aus die Verbreitung seiner Lehren. Ausdruck der Religion ist die Ausgestaltung des Dojos (Trainingsraum) mit dem erh\u00f6hten Ehrensitz f\u00fcr den Meister bzw. Bilder gro\u00dfer Meister an den W\u00e4nden (auch heute h\u00e4ngen in vielen Dojos Bilder von Kano). S\u00e4mtliche unmittelbar t\u00f6dlichen Techniken wurden ausgeklammert. Schlag- und Tritttechniken sowie Angriffe auf Finger und Fu\u00df- und Beingelenke aus dem Trainingsprogramm verbannt. Fall\u00fcbungen wurden gelehrt, au\u00dferdem bestand fortan die M\u00f6glichkeit, im Kampf aufzugeben. Das Training fand auf Reisstrohmatten (Tatami) statt, die die Verletzungsgefahr erheblich senkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die folgenden\u00a0zwei Prinzipien legte Jigoro Kano 1882\u00a0dem modernen Judo zugrunde: Sei-Ryoko-Zen-Yo &#8222;bestm\u00f6glicher (maximaler und effizienter) Einsatz von Geist und K\u00f6rper&#8220; Ji-Ta-Kyo-Ei &#8222;gegenseitiges Unterst\u00fctzen zum gemeinsamen Wohlergehen&#8220; Judo setzt sich aus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":180,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-full-width.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/73"}],"collection":[{"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/73\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":302,"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/73\/revisions\/302"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/180"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/judo.sv-ulmerfeld.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}